stARTer ohne Grenzen, das sind…

Künstler*innen ohne Grenzen

Pädagog*innen ohne Grenzen

Therapeut*innen ohne Grenzen

 

 

AKTUELLES AUS UNSERER ARBEIT

 

Madagaskar

Bildung gegen Landflucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KUNST FÜR FRIEDEN

Veranstaltungreihe mit Aeham Ahmad

Kunst und Krieg oder Kunst und Leid: das wirkt wie ein unüberbrückbarer Widerspruch, fast anmassend. Und doch wird in der Begegnung mit Aeham Ahmads Klavierspiel das künstlerische Miterleben im Zuhören, im inneren Mitgehen zu einer Brücke, die dem eigenen Gefühl hilft, an das Leben anzuschliessen; die einen trotz komplizierter Thematik, trotz schlimmster Dramatik Weiter-Atmen und einen Hoffnungsfaden ergreifen lässt. Laut steht neben leise, Drama neben Spiel, scheinbar unvereinbare Gegensätze berühren sich, mischen sich, verschmelzen miteinander. Wir werden Teil von ihnen, sie Teil von uns.

Kommende Veranstaltungen:

4. Mai: Basel

9. Mai: Bad-Sooden

26. Juni: Hannover

 

 

 

SIMPLY BLUE!

Blaue Mandalas als Friedensbotschaften

Über 4000 Werke aus aus über 50 Ländern der Erde

Ein sozialkünstlerisches Projekt für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, eine Tätigkeit der Selbststabilisierung, der interkulturellen Begegnung und der meditativen Sammlung inmitten der Unwägbarkeiten des Lebens.

 

SIMPLY BLUE! wurde 2015 von der stART-Kunsttherapeutin Rita Eckart zur seelischen Stabilisierung der vielfach traumatisierten Geflüchteten aus dem Nahen Osten und anderen Ländern ins Leben gerufen. Aufgrund langjähriger Einsatz-Erfahrung in der arabischen Welt wurde die blauweiße Kachel als Motiv und gemeinsames Kulturgut ausgewählt und an die Arbeit auf Papierquadraten adaptiert. Es wird ein gemeinsamer kultureller Nenner der Herkunfts- und Aufnahmekultur aufgegriffen, welcher stellvertretend dazu dient das „neue“ Leben der Geflüchteten zu etablieren und eine erste Verbindung mit der Kultur des Aufnahmelandes zu ermöglichen.

 

Aus therapeutischen Überlegungen heraus wurde ein schlichter Arbeitsablauf festgelegt: Täglich wurde ein Quadrat von 15 x 15 cm oder 10 x 10 cm mit ruhigen Pinselbewegungen mit blauer Tinte angemalt und danach durch die Verwendung von einem Tintenlöschstift mit einer zentrierten Freihandgestaltung ohne politische oder religiöse Statements versehen. Simpel und, wenn richtig ausgeführt, heilsam stabilisierend inmitten der Unwägbarkeit des Lebens.

Das Projekt nahm seinen Anfang im Herbst 2015 in überfüllten, zu Sammelunterkünften umfunktionierten Turnhallen in Süddeutschland und verbreitete sich nicht nur in Deutschland, sondern in vielen weiteren Ländern der Erde, zur Drucklegung des SIMPLY BLUE! Kataloges in 2017 waren bereits 57 Nationen daran beteiligt.

 

An den Ausführungsorten entstand sehr bald eine sich stets wiederholende und dennoch spontane Zusammenkunft um die Tische von SIMPLY BLUE! Aber auch in anderen Bezügen (Flüchtlingslag

ern, Waisenhäusern, Boko Haram Umerziehungslagern, Slums, Schulen, Büros), entfaltete das Projekt seine heilsame Wirkung. Es wurde zu einem Sozialkunstprojekt für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, eine Maßnahme der Selbststabilisierung und der meditativen Sammlung inmitten der Unwägbarkeiten des Lebens.

Um dem vielfachen Zerfall der Lebensentwürfe der Teilnehmenden und der Zerstörung symbolisch etwas entgegenzu setzen wurden die mehreren Tausend gespendeten Werke (die „schönsten“ haben die Teilnehmenden natürlich selbst behalten) auf großformatigen Tafeln zusammengeführt und ab 2016 in vielen Ausstellungen gezeigt. Die Herkunft der Werke ist nahezu lückenlos dokumentiert, es erschien ein dreisprachiger, durchweg bebilderter Katalog, mit über 4000 Werken der europäischen und asiatischen Ausstellung, dieser Katalog ist mittlerweile vergriffen.

 

SIMPLYBLUE! birgt eine tröstliche Friedensbotschaft, vielleicht ist gerade dies der Grund dafür, dass täglich Hunderte von kleinen Quadraten der inneren Sammlung entstehen.