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AKTUELLES:

SIMPLY BLUE! IN DER BUNDESKUNSTHALLE in Bonn

 

SIMPLY BLUE! vom 30.08. bis 03.11.2019 in der BUNDESKUNSTHALLE in Bonn als Mitmachraum in der Ausstellung „Von Mossul nach Palmyra. Eine virtuelle Reise durch das Weltkulturerbe“.

Täglich während der gesamten Laufzeit der Ausstellung!

SIMPLY BLUE! ist eine Tätigkeit der Selbststabilisierung, der interkulturellen Begegnung und der meditativen Sammlung inmitten der Unwägbarkeiten des Lebens.

Der Mitmachraum in der Ausstellung ist mit einem Fries aus zwei übereinander liegenden Kachelreihen geschmückt. Diese Kacheln sind überwiegend Arbeiten von Menschen aus dem Nahen Osten, dem geografischen Raum, auf den sich die Ausstellung bezieht. Die Kacheln zeigen weiße Freihand-Mandalas auf blauem Grund.
Sie sind ganz einfach mit Tinte auf Papier hergestellt worden.
Ihre individuelle Formensprache folgt zum Teil der Tradition der Region, zu einem anderen Teil zeigt sie Mutiges und Neues.
Sie können den Fries mit selbst gestalteten Kacheln ergänzen! Was virtuell in der Ausstellung passiert, geschieht handwerklich-künstlerisch im Mitmachraum. Auch dient der Raum zum Nachdenken, Verweilen und dem Austausch.

 

 

 

 

BLAUE MANDALAS ALS FRIEDENSBOTSCHAFTEN – ÜBER 40000 WERKE AUS ÜBER 50 LÄNDERN DER ERDE

Ein sozialkünstlerisches Projekt für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, eine Tätigkeit der Selbststabilisierung, der interkulturellen Begegnung und der meditativen Sammlung inmitten der Unwägbarkeiten des Lebens.

SIMPLY BLUE! wurde 2015 von der stART-Kunsttherapeutin Rita Eckart zur seelischen Stabilisierung der vielfach traumatisierten Geflüchteten aus dem Nahen Osten und anderen Ländern ins Leben gerufen. Aufgrund langjähriger Einsatz-Erfahrung in der arabischen Welt wurde die blauweiße Kachel als Motiv und gemeinsames Kulturgut ausgewählt und an die Arbeit auf Papierquadraten adaptiert. Es wird ein gemeinsamer kultureller Nenner der Herkunfts- und Aufnahmekultur aufgegriffen, welcher stellvertretend dazu dient das „neue“ Leben der Geflüchteten zu etablieren und eine erste Verbindung mit der Kultur des Aufnahmelandes zu ermöglichen.

Aus therapeutischen Überlegungen heraus wurde ein schlichter Arbeitsablauf festgelegt: Täglich wurde ein Quadrat von 15 x 15 cm oder 10 x 10 cm mit ruhigen Pinselbewegungen mit blauer Tinte angemalt und danach durch die Verwendung von einem Tintenlöschstift mit einer zentrierten Freihandgestaltung ohne politische oder religiöse Statements versehen. Simpel und, wenn richtig ausgeführt, heilsam stabilisierend inmitten der Unwägbarkeit des Lebens.

Das Projekt nahm seinen Anfang im Herbst 2015 in überfüllten, zu Sammelunterkünften umfunktionierten Turnhallen in Süddeutschland und verbreitete sich nicht nur in Deutschland, sondern in vielen weiteren Ländern der Erde, zur Drucklegung des SIMPLY BLUE! Kataloges in 2017 waren bereits 57 Nationen daran beteiligt.

An den Ausführungsorten entstand sehr bald eine sich stets wiederholende und dennoch spontane Zusammenkunft um die Tische von SIMPLY BLUE! Aber auch in anderen Bezügen (Flüchtlingslagern, Waisenhäusern, Boko Haram Umerziehungslagern, Slums, Schulen, Büros), entfaltete das Projekt seine heilsame Wirkung.

Um dem vielfachen Zerfall der Lebensentwürfe der Teilnehmenden und der Zerstörung symbolisch etwas entgegen zu setzen wurden die mehreren Tausend gespendeten Werke (die „schönsten“ haben die Teilnehmenden natürlich selbst behalten) auf großformatigen Tafeln zusammengeführt und ab 2016 in vielen Ausstellungen gezeigt. Die Herkunft der Werke ist nahezu lückenlos dokumentiert, es erschien ein dreisprachiger, durchweg bebilderter Katalog, mit über 4000 Werken der europäischen und asiatischen Ausstellung, dieser Katalog ist mittlerweile vergriffen.

 

SIMPLYBLUE! birgt eine tröstliche Friedensbotschaft, vielleicht ist gerade dies der Grund dafür, dass täglich Hunderte von kleinen Quadraten der inneren Sammlung entstehen.

SIMPLY BLUE! Idee und Konzept: stART international e.V. emergency aid for children, Rita Eckart

 

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KUNST FÜR FRIEDEN

Veranstaltungreihe mit Aeham Ahmad

 

Kunst und Krieg oder Kunst und Leid: das wirkt wie ein unüberbrückbarer Widerspruch, fast anmassend. Und doch wird in der Begegnung mit Aeham Ahmads Klavierspiel das künstlerische Miterleben im Zuhören, im inneren Mitgehen zu einer Brücke, die dem eigenen Gefühl hilft, an das Leben anzuschliessen; die einen trotz komplizierter Thematik, trotz schlimmster Dramatik Weiter-Atmen und einen Hoffnungsfaden ergreifen lässt. Laut steht neben leise, Drama neben Spiel, scheinbar unvereinbare Gegensätze berühren sich, mischen sich, verschmelzen miteinander. Wir werden Teil von ihnen, sie Teil von uns.